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My Blogs


marin Aufs Neue - Subscribe
Tja, jetz hab ich nach ewigem Hin und Her doch wieder einen Blog gefunden, den ich recht ansprechend finde. Zwar weniger vom Design her, weil ich zu dumm für HTML bin und daher nichts verändern kann, aber dafür habe ich wenigstens wieder etwas, in das ich meine Gefühle reinwerfen kann.

Die letzte Zeit ist merkwürdig. Ich schlafe sehr wenig, ich bin ziemlich unkonzentriert (schreibe dabei zwar gute Noten, aber.. naja oO), ich bin noch vergesslicher als normalerweise und ich versuche mich vor allem zu drücken.

Dieser Zustand mag nicht unbedingt positiv sein, aber zurzeit ist mir alles egal. Ich lebe nur noch auf das Treffen in den Osterferien hin, was Anderes interessiert mich gar nicht mehr. Ich vernachlässige alles um mich herum, bin sehr grob geworden zu bestimmten Mitmenschen und interessiere mich irgendwie nur noch für mich. Was scheiße ist, weil ich bin kein Egoist. Ich habe nur die dumme Angewohnheit, besonders Gespräche immer auf mich zurückzulenken oder ständig auf meine Bedürfnisse hinzuweisen. Ich will es gar nicht. Aber Einsamkeit ist keien schöne Sache.

Ich habe Menschen um mich, zwar nur in der Schule, aber was solls. Aber ich habe es verlernt, mit ihnen umzugehen. Wenn jemand einen guten Witz macht, lächle ich gerademal müde. Wenn mir jemand auf die Schulter klopft, schlage ich die Hand nur schnell wieder weg, wenn jemand ein Gespräch mit mir anfangen will, schaffe ich es immer, alles uninteressant darstehen zu lassen oder ich weiß nichts zu antworten, weil ich kaum die selben Interessen habe wie andere.
Mit ein paar Leuten verstehe ich mich recht gut, aber dennoch ist da diese riesige Distanz. Sie verstehen mich ganz einfach nicht, sie versuchen nicht einmal, sich in mich hineinzuversetzen oder ein "ok" zu geben. Sie sehen mich an, als hätte ich einen großen grünen Punkt auf der Nase. Wenn ich von Dingen erzähle, die mich bewegen, merke ich, dass es ihnen egal ist. Ich kann aus Augen lesen... und ich lese Langeweile, Gleichgültigkeit und manchmal auch Genervtheit heraus. Dass sie einfach möglichst schnell wieder weg wollen. Alle erzählen mir von ihren tollen Wochenenden, mit wem sie nicht alles die Zeit vebracht haben, wen sie nicht alles kennengelernt haben, wie viel Spaß sie hatten. Ich kann es nicht nachvollziehen, weil ich derartigen Spaß nicht teile, aber zumindest höre ich zu und antworte und blicke nicht dumm in der Gegend rum.
Ich will nur, dass man mir zuhört.
Und mich versteht.
Ich habe gesagt "Es war wie Geburtstag und Weihnachten, als sie mich ernst genommen hat und mich am nächsten Tag gefragt hat, wie es mir geht." und zurück kommt nur ein "Aha."
Ihr könnt eben nicht tiefer blicken. Ihr könnt nicht in die Seele eines anderen sehen, ja, ihr bemüht euch nicht mal um den Versuch. Ich sehe euch in die Augen, ich weiß, was in euren Köpfen vorgeht, dafür kenne ich euch lange genug. Ihr lebt in eurer Welt. Ja, ich bin anders, in manchen Dingen sehr Anti, in anderen eben Underground und nicht Mainstream. Schlimm?

~Au revoir~
Marin
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Mood: müde...
Musik: Kira - Alte Frauen

marin Do you know that feeling when someone is holding your hand, telling you that you're important? Mar 23rd, 2006 10:35:20 am - Subscribe
Sie sagte mir, ich sei etwas wert. Sie sagte, sie sei stolz auf mich und sie vertraue mir. Mir wurde warm ums Herz und ich habe gelächelt, obwohl mir dazu den ganzen Tag nicht zumute war (höchstens gespielt, wie sonst auch).
Das war vor ein paar Tagen.
Aber sie sagt es mir immer wieder. Ich bezeichne sie zurecht als Freundin. Sie bedeutet mir viel, wobei dieses Wort noch lange nicht ausreicht. Einem wunderbaren Menschen kann man nicht sagen, wie wunderbar er ist, weil Worte das niemals ausdrücken können.
Aber ich hoffe, sie weiß es.

Man geht die Straße entlang. Alleine. Man sieht all die Menschen. Man beobachtet sie. Beobachtet ihre Gesichtszüge, es sind so viele unterschiedliche. Man beginnt daraus zu lesen.
Trauer? Unterdrückte Tränen oder Lippen, die Schmerzen ertragen müssen.
Freude? Ein entspannter Gesichtsausdruck, die typische Form der Augen, wenn man lacht oder ein "Geradeaus-sehen"
Wut? Das Gesicht liegt in Falten, die Augen verstecken sich hinter ihren Lidern, lugen nur verächtlich hervor.

Alles entdeckt man in Bruchteilen von Sekunden und weiß - oder glaubt zumindest zu wissen - was der andere gerade in etwa durchgemacht haben muss. Oder man spricht in Gedanken einfach sein Mitgefühl aus oder lächelt zurück.
Ich frage mich, was andere aus meinem Gesicht lesen würden. Wäre doch mal ein Experiment wert, so à la "Was denke ich gerade?", obwohl weniger offensichtlich.
Ich habe von mir immer die Meinung, eingefrorene oder verfälschte Mimik zu zeigen, aber wer weiß, vielleicht kann ja jemand in meine Seele blicken. Demjenigen würde ich mich auf jedenfall näher fühlen.
Ich muss es unbedingt schaffen, solche Gesichtszüge in meine Zeichnungen einzubringen. Da ich gerade sowieso mehr auf menschliche Gesichter ausgerichtet bin, wäre das eine gute Übung. Vielleicht werde ich ein paar Ergebnisse hochladen.

Ich frage mich schon eine ganze Weile, wieso sich so viele Menschen eigentlich wegen ihrem Äußeren selbst fertigmachen oder sich zumindest schlecht deswegen fühlen. Ich meine, in manchen Dingen bin ich selbst nicht anders. Manchmal stehe ich vorm Spiegel und möchte am Liebsten reinschlagen und mich mit den Scherben aufschneiden, aber irgendwo gewinnt dann doch der Gedanke, dass ich mich zumindest nicht an alles anpasse, nur weil andere es so wollen.
Was andere sagen ist unwichtig.
Andere wollen dich nur so verändern, damit es ihnen gefällt, aber dann bist du nicht mehr einzigartig, dann folgst du ihnen.

Man fühlt sich schön. Man wird nur geblendet durch die Medien und durch andere. Man sieht dürre, abgemagerte Models im Fernsehen (Ich sag nur "Germany's next Topmodel" >>) und da andere auch so aussehen, hält man sich für hässlich. Überall zählt nur das Äußeres. Massenzwang siegt über Vernunft.
Zu kleine Brüste? Schonmal darüber nachgedacht, dass sie vielleicht so besser zu dir passen? Und dass du größere gar nicht brauchst? Unnatürlich aussehen würdest?
Zu dick? Erstmal solltest du sehen, wie groß du bist und wieviel du wiegst, dich erkundigen was "Idealgewicht" ist (es gibt genug Menschen, die sich trotz Hammerfigur zu dick finden, einfach weil sie Komplexe haben). Wenn du wirklich Übergewicht haben solltest, dann denke erstmal nach, ob du dich damit nicht doch wohlfühlst. Solange es nich in Fettsucht ausartet, ist doch nichts dabei. Nur wenn man sich unwohl fühlt, sollte man etwas ändern - und wenn es berechtigt ist.
Schönheits"fehler" wie krumme Nase, abstehende Ohren oder "knubbelige" Knie? Sieh es als etwas Besonderes an, nicht als Makel. Du bist schön. Wenn andere lachen, sind sie ganz einfach - scheiße. Fertig aus.

Sich akzeptieren ist ein schwerer Schritt, auch ich bin noch relativ weit davon entfernt. Weil man immer wieder fertiggemacht wird und dadurch Rückschritte en masse hat.
Einfach mal "Ja" zu sagen, wenn ein Kompliment kommt, bedarf einiger Überwindungskraft. Aber irgendwann schafft man es.

***TLC - Unpretty***

Never insecure until I met you
Now I'm in stupid
I used to be so cute to me
Just a little bit skinny
Why do I look to all these things
To keep you happy
Maybe get rid of you
And then I'll get back to me

~Au revoir~
Marin
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Mood: bla~
Musik: TLC - Unpretty

marin feelings:erased(?) Mar 24th, 2006 9:31:08 am - Subscribe
Ich will hier einfach mal die Gelegenheit nutzen und über ein Thema sprechen, das für mich allgegenwärtig ist. Einsamkeit.
Ich hasse es, dass jeder zu mir kommt und mir was vorlabert von wegen
"Würdest du mal auf die Leute zugehen... " oder "Ja, wenn du immer abblockst"
Ich weiß nicht, in welchen Situationen genau die Phobie einsetzt. Manchmal ist sie auch nur im Hintergrund "aktiv", ich versuche lediglich, dieses beschissene Gefühl zu vermeiden, indem ich mich einfach nicht sofort auf alles einlasse.
Es ist wie bei jemandem, der an Akrophobie leidet und der schon auf einem erhöhten Hocker Angstzustände, stärker oder schwächer, durchlaufen muss. Bei mir ist es so ähnlich. Man könnte es so ausdrücken:

Die größte Angst besteht vor Menschenmassen auf engem Raum. Deswegen gehe ich auch nicht gerne auf Parties oder in die Disco (wobei da da der Ekel vor Alkohol auch eine Rolle spielt). In solchen Situationen gerate ich psychisch sofort in ein schwarzes Loch und breche körperlich irgendwann ein. Das kann ich auf keine Art und Weise verhindern.
Die nächst schwächere Form wäre bei Referaten oder anderen Dingen, die ich vor mehreren Leuten vormachen muss. Dazu gehört auch Sport... Kaum, dass ich irgendwelche Blicke auf mich gerichtet sehe, und sei es nur der der Lehrerin, verschwimmen die Gesichter zu denen meiner Exklasse und ich sehe auf mich zeigen, höre ihre Beleidigungen und spüre ihre Demütigungen. Ich weiß, dass meine jetzige Klasse so etwas nicht tun würde, aber es ist einfach in meinem Kopf verankert.
Meistens überstehe ich diese Situationen, ohne, dass man mir etwas großartig anmerken kann. Aber dafür fühle ich mich den ganzen Tag, als würde ein schwerer Brocken auf meiner Seele liegen und ich verabscheue dieses Gefühl.
Ein ständiger Begleiter ist die Frage, was andere über mich denken. Aber nicht im Sinne von "Omg, hoffentlich finden andere das gut, was ich trage und mache und sage", sondern eher dieses ständige Gefühl, dass andere mich nicht ausstehen können oder mich gar hassen, wenn sie nichts mit mir zu tun haben wollen. Ich weiß, dass es Unsinn ist, aber einfach ausschalten geht eben nicht.

Das schmerzhafteste ist jedoch dieses ständige Verstecken. Wie würde dich jemand behandeln, wenn du mit deiner Angst in einer Ecke kauerst und nie mehr rauskommst? Dann spielt man eben die Starke, dann lächelt man eben, wenn einem eher zum Heulen zumute ist, dann redet man eben über Dinge, die man scheiße findet. Hauptsache, niemand schöpft Verdacht. Jedenfalls niemand, den es nichts angeht. Dieser Zustand reißt dann immer mehr Wunden in die Seele, zerfetzt sie regelrecht, wenn man sich selbst überschätzt und zerfrisst sie, bis man den Schmerz irgendwann nicht mehr aushält und zusammenbricht, alles Hässliche, Widerliche, Eklige von sich wirft und wieder bei Null steht. Alles endet in einem stundenlangen Heulkrampf oder einem Anfall. Vorbei (?)

Natürlich versteht das niemand. Eine Angst zu begreifen ist schwierig. Ich kann mich auch nicht in jemanden hineinversetzen, der an Arachnophobie leidet, einfach, weil ich Spinnen liebe (vor allem die großen, haarigen). Und genauso können sich andere nicht in mich hineinversetzen, weil sie das Leben lieben und keine Probleme damit haben, Menschen kennenzulernen. Ich verurteile niemandem deswegen.
Immerhin habe ich es für bestimmte Situationen geschafft etwas umständliche Lösungen zu finden. Ich kann an die Tafel gehen, obwohl ich dann vor der Klasse stehe, einfach, weil ich meine Klasse nicht mehr ansehe, ich achte nur noch auf die Tafel. Den Lehrer sehe ich auch nur an, wenn es nötig ist und versuche, bei einem Lächeln zu beruhigen. Ich versuche, meine Umgebung einfach schwarz im Blickfeld zu sehen und nur das Wichtige herauszufiltern. Ich habe es ganz gut im Griff. Aber jeden Schritt zur Bekämpfung der Phobie muss ich sehr langsam und vorsichtig angehen, weil ich eben alleine bin und niemanden habe, der an meiner Seite mitkämpft. Ich werde es schaffen, das weiß ich, vor allem, weil ich selbst weiß, dass es so nicht weitergehen kann. Aber lasst mir etwas Zeit und setzt mich nicht gleich den für mich schwer zu verarbeitenden Geschehnissen aus. Ich zeige Toleranz für eure Probleme, also zeigt auch welche für meine. Eine Hand wäscht die andere.

~Au revoir~
Marin
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Mood: burdened
Musik: Coldplay - Speed of Sound

marin Goodbye... so long... nice try... I'm gone! Mar 25th, 2006 4:28:24 pm - Subscribe
Ich fühle mich unglaublich erleichtert. Sollte ich zwar nicht, aber es ist so.
Ich hatte gestern und heute einen ziemlich stupiden Streit mit einer Bekannten aus der Schule und... naja, ich bin froh, dass es mit einem "Geh" geendet hat, weil ich das sonst nicht länger ausgehalten hätte.
Ständig immer nur dummes Hin und Her, wer was am Anderen nicht ausstehen konnte.
Ach... so dumm, eigentlich lasse ich mich auf sowas nie ein, aber ich lasse mir auch nicht alles gefallen. Indirekte Beleidigungen sind mir zuwider.

Zuerst kommt sie an mit ihren Pseudo-Problemen, ohne richtige Begrüßung. Sie pflastert mich gleich zu mit angeblich ja so schlimmen Sachen, die sich aber innerhalb eines Tages mit einem Gespräch auflösen lassen können. Gut, ich bin sozial, also versuche ich ihr irgendwie zu helfen und sie aus ihrem Loch wieder rauszuholen. Irgendwie hat sie es dann geschafft, das Gespräch so rumzudrehen, dass es plötzlich um mich ging. Sie hat mir jedes Wort im Mund umgedreht, mir nichtmal richtig zugehört und mir Dinge vorgeworfen, die mir nur Leute vorwerfen, die mich nicht kennen. Dankeschön. Sie hat meine Phobie zu etwas Lächerlichem verkommen lassen und Anja, Annika und die wenigen anderen, denen ich weitaus mehr vertraue als ihr, schlecht gemacht. Sowas treibt mich innerlich schnell zur Weißglut.
Sie kennt nichtmal einen miskroskopischen kleinen Bruchteil meiner Persönlichkeit und meines Charakters aber urteilt sofort, sie glaubt, ich beziehe das Wort "mainstream" nur auf Äußerlichkeiten, was kompletter Schwachsinn ist. Sie wirft mir vor, ich würde ja niemanden an mich ranlassen und nie auf jemanden zugehen. Aber bei so wenig Zeit, die sie mit mir verbracht hat oder verbringen wollte, ist das auch kein Wunder.
Dann verspricht sie mir für ihre Geburtstagsfeier, auf die ich eigentlich nicht gehen wollte "Ja ich vernachlässige dich nicht" und was tut sie? genau das gegenteil. Und dann beschwert sie sich auch noch.
"Zur Schuld gehören immer zwei Parteien", aber im selben Absatz noch sagen "Ich bin an gar nichts schuld". Alles klar. Sei einfach still. Ich konnte dich jetzt sehen, wie du wirklich bist, du kleine Egoistin und vor Selbstmitleid überquellende Person. Sag mir nicht, wie ich mein Leben meistern muss, wenn du über dein Leben 24/7 nur klagst!

Hach.. ich bin froh darüber, wie es ausgegangen ist. Halte dich in Zukunft aus meinem Leben raus!

~Au revoir~
Marin
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Mood: relieved
Musik: 2raumwohnung - Wolken ziehen vorbei

marin Shht... don't worry ... I won't let you drown ... Mar 28th, 2006 11:11:06 am - Subscribe
Heute nach der Schule nach Hause gekommen und im Wohnzimmer zusammengebrochen und geheult und geschrien.
Weiß gar nicht wirklich, warum eigentlich.
Es lag nur soviel Schmerz auf der Seele.

Ich weiß einfach nicht, was mit mir los ist. Es sind doch nur noch zehn Tage bis zum Ostertreffen ... Ich sollte doch jede Sekunde voller Freude und Glück in die Luft springen. Wieso gewinnt immer wieder dieses dumpfe Gefühl? Auf dem Wohnzimmerfußboden hat sich eine Phase des Nachdenkens eingestellt. Alles schien taub, nur der Kopf hat funktioniert.
Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, warum es für andere so schwer ist, die einfachsten Freundschaftsbeweise zu zeigen.
Ist es so schwer zu umarmen?
Ist es so schwer ehrlich zu lächeln?
Ist es so schwer sich einfach mal anzulehnen?
Ist es so schwer ein Kompliment zu machen?
Ist es so schwer einfach mal ehrlich zu sagen, dass man den anderen lieb hat?
Für euch schon.
Es gibt bisher nur eine Person, die mir all das gibt. Aus dem Ostertreffen erhoffe ich mir irgendwo schon, eine neue Freundschaft knüpfen zu können. Vor allem mit Matthias, weil er mich bisher wirklich gut behandelt hat und mir viel für das Treffen versprach. Wenn er es hält, ist das ein großer Beweis von Zuneigung. Es wäre wirklich zu schön ... Allgemein werden diese sechs Tage sehr schön, mehr als das. Endlich dieses Gefühl von Einsamkeit ablegen und wieder ganz die sein, die ich ohne meine Angst wäre. Naja vielleicht nicht ganz, aber es kommt doch nahe ran. Ich muss mich nicht verstellen und das ist unglaublich befreiend.

Andere Personen könnte ich zum Mond schießen aufgrund ihrer Verlogenheit. Mir erzählen, sie machen sich um mich Sorgen und sie hätten mich lieb, aber mich gleichzeitig abweisend behandeln, fast wie eine Fremde. Mir all das oben genannte nicht geben, all das Selbstverständliche, wenn man von "Freundschaft" sprechen will. Sie sind beleidigt, wenn ich sie nicht als Freunde sehe, aber sie sollten mal darauf achten, wie sie mich behandeln, wenn sie so genannt werden wollen.

Ich habe mich heute daran erinnert, wie es ist, geküsst zu werden. Ich glaube, es gibt nichts Besseres, als die aufgewühlte Seele durch die innige Berührung eines geliebten Menschen zu beruhigen. Aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern, bis ich dieses Gefühl wieder erleben kann. Aber solange andere nicht sofort zurückschrecken und mich schief ansehen, nur weil ich ihnen einen Kuss auf die Wange oder die Stirn geben will, ist diesbezüglich alles in Ordnung. Ich komme ganz gut ohne eine Partnerin aus, wenn ich sonst Menschen habe, die mir körperliche Nähe und Wärme geben. Diese wohnen zwar sehr weit weg, aber genau das macht die Zeit mit ihnen so besonders, die Umarmungen zu Unikaten. Immer wieder findet man etwas Neues, Besonderes am anderen, weil zwischen dem Wiedersehen immer so viel Zeit vergeht.

Hab heute in der Freistunde einen Brief an meine Sportlehrerin geschrieben und im Lehrerzimmer abgegeben, in dem ich ihr die Umstände um meine Phobie soweit erklärt habe, wie ich es bei einer "Fremden" tue. Im Schreiben bin ich besser als im Reden und ich denke, man versteht es durch Geschriebenes auch besser. Ich war und bin deswegen immer noch ziemlich zittrig, weil ich nicht weiß, wie sie reagieren wird. Ich hoffe nur positiv.

Nun denn..

~Au revoir~
Marin
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Mood: pained
Musik: SR-71 - Go away