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Lalala~ hate.
Date: Jul 21st, 2006 9:02:41 am - Subscribe
Mood: wanna draw something...
Musik: Rob Zombie - Living dead girl

Ich warte auf den Tag, an dem ich ihr alles ins Gesicht schreie. Dass sie mich alleine gelassen hat, als ich am Dringensten etwas Mutterliebe gebraucht habe. Dass ich es hasse, wie sie mich Tag für Tag auf irgendwelche Fehler und Makel hinweisen muss. Dass ich ihren Charakter in vielen Teilen nicht ausstehen kann. Alles das. Und noch mehr.
Wie fühlt es sich an, wenn du in der Schule nur noch dumm angemacht wirst, weil alle von der Hitze so aggressiv werden, du dann gereizt nach Hause marschierst und wieder nur Vorwürfe zu hören bekommst? Ich verkrafte sowas nicht ewig. Meine Wut hab ich an meinem Gesicht ausgelassen, zum Glück kaue ich mir die Nägel ab...

Der gute Draht, den ich mal zu meinem Vater hatte, ist gebrochen. In gewissen Dingen ist er wie meine Mutter geworden, stimmt nur noch ihr zu, hört mich gar nicht mehr an... warum? Ich habe ihn mal so bewundert. Manchmal möchte ich einfach wegrennen... weg von allem. Mir etwas Geld und Nützliches zusammenklauen, in die Ferne trampen und mich auf irgendwelchen Straßen durchschlagen. Oder nach Neuseeland reisen. Hauptsache weg. Aber dann hätte ich kein Internet mehr, das zurzeit die einzige Kommunikationsmöglichkeit mit Freunden darstellt.

Ich verstehe nicht, was ich falsch mache. Mein Charakter ist vielleicht nicht der Beste, das weiß ich auch selbst, aber trotzdem...
Ich bin abweisend und kümmere mich nur um wenige Menschen wirklich ehrlich... bei manchen hätte ich keine Hemmungen sie zu erschießen/erstechen/ersticken, wenn da nicht das Gesetz wäre.
Ich bin aber eine Freundin. Soviel kann ich zumindest behaupten. Nur muss mir jemand wirklich nahe stehen, damit ich ihn auch wie einen Freund behandle. Noch bis vor einiger Zeit habe ich nur Fehler gemacht. Ich habe gelogen, geklaut, Rachepläne durchgesetzt, mich bei Menschen aufgehalten, die sich als Dreckschweine entpuppt haben, mich so gegeben, wie alle es immer sehen wollten, usw.
Ich wollte es ändern. Ich habe es geändert. Und schon wieder ist was nicht richtig. Ich rutsche von einem Extrem ins andere, aber wenn mir hier niemand nahe steht, habe ich ganz einfach keine Lust, die Heitere und Unbesorgte zu spielen. Manchmal will ich allen das Gesicht zerkratzen, weil sie mir so weh tun... dabei meinen es viele gar nicht so.
Ich werde hier bleiben, mich verschließen, so wenig sprechen wie es nur möglich ist. Ich werde meine Maske immer wieder zum Zerreißen bringen, meinen Panzer immer wieder flicken müssen, meine Mauer immer höher bauen. Als würde es euch scheren...

EDIT: Ich hasse das Gefühl nach einem Zusammenbruch... alles so taub und leer... jetzt hat sich alles aus den letzten Wochen aufgestaut und in einem einzigen Heulkrampf entladen... Schwindel, Schwärze vor den Augen und dann nur noch den harten Boden an der Schulter gespürt, weiter geweint, zusammengekauert. Wäre meine Mutter reingekommen, hätte sie sonstwas denken können. Ich wünschte, ein Freund wäre hier. Irgendjemand... einfach nur.. jemand...

Man, mein Kopf dröhnt...

~Au revoir~
Marin
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"Look at you! You've everything! Friends! Popularity! You can laugh, smile, talk, you can do everything I can't! Stupid bitch! Why am I not that happy..."
Date: Jul 13th, 2006 8:50:53 am - Subscribe
Mood: very lonely again
Musik: Janus - Scherbengesicht

Verdammt nochmal, hör endlich auf!
Innerhalb von anderthalb Jahren hast du dich bei so vielen Menschen beliebt gemacht, jeder ist gerne in deiner Nähe, jeder plaudert gerne mit dir, alle kommen sofort zu dir. Was soll das? Was stelle ich neben dir dar? Einen Schatten, mehr doch nicht. Ein Störfaktor bin ich in deiner Gegenwart.
Warum gebe ich mich noch mit dir ab?
Vielleicht ist es ja gut so, dass du nächstes Jahr weg bist, dann kannst du mir auch nicht mehr wehtun. Sie sehen mich schon alle so verwundert an, wenn ich ein Wort sagen will. Also drehe ich mich gleich weg. Ein "Hallo" von eurer Seite ist ja schon selten genug.

Ich werde es aufgeben Kontakte zu knüpfen. Seit sieben Jahren versuche ich es immer wieder. Ich habe es wirklich versucht. Mittlerweile brächte Reden genausoviel wie Blut spucken. Nur Schmerzen. Ich werds sein lassen. Wenn sich jemand mit mir einlassen will, wird er zu mir kommen. Soll er sich doch an meiner Mauer die Finger wundschürfen und den lockeren Stein finden. Ich gebe keine Hinweise mehr.
Ich kann nicht ganz loslassen. Wenn Lisa weg ist, werde ich mich vermutlich wieder an jemand anderen klammern... und sollte dies doch nicht der Fall sein, dann läuft die Zeit eben wieder rückwärts... oder sie bleibt stehen. An einem Punkt, an dem es nur ein paar Mal im Jahr Freude gibt und an dem man den Rest der Zeit damit verbringt, anderen aus dem Weg zu gehen, um nicht wieder enttäuscht zu werden.

Warum muss jeder Tag auf die selbe Art und Weise ablaufen? Ich stumpfe noch völlig ab. Aber es sind ja nur noch drei Wochen... drei Wochen.... drei Wochen...

In diesem Sinne ein paar Lyrics:

Siehe: Dies ist Feigheit
Wisse: Feigheit wird durch Angst genährt,
Durch Augen,die vor Wahrheit flieh'n
Und Tränen,die nach innen fließen,
Niemandem den Raum mehr ließen,
In dein Leben einzuzieh'n,
Denn wer sich selbst den Rücken kehrt
Säht Tod in sich und Einsamkeit.
Trägst Du diesen einen,
Trägst Du alle nun zu Grabe.

~Au revoir~
Marin
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Everyday life~
Date: Jul 8th, 2006 4:34:39 am - Subscribe
Mood: bored
Musik: Janus - Du siehst aus wie immer

Und wieder Wochenende.
Und wieder nichts zu tun.
Alle haben irgendwas vor, wollen irgendwo hin und ich bleibe wieder vor meinem PC sitzen. Naja, ist ja nichts Neues.
Immerhin sind es nur noch drei Wochen, dann habe ich es geschafft. Zwei Wochen Besuch und viel, sehr viel Spaß. Danach zwar dreieinhalb Wochen wieder die selbe Leier wie jetzt, aber dafür hat man schöne Erinnerungen.
Si hatte gestern ja schon die tolle Idee, das wir uns im Winter auf jedenfall treffen und da dann diese Shirts tragen:

http://www.infrarot.de/index.php?page=home-a-8586013
http://www.infrarot.de/index.php?page=home-a-8586018

Das Lied passt jedenfalls sehr gut auf uns und ein Foto von uns beiden in diesen Shirts wäre einfach nur toll~

Nun, wirklich viel erzählen kann ich nicht, weil nichts passiert. Die Tage vergehen und ich sitze vorm PC. Und nichtmal da hab ich was zu tun. Ich sitze nur hier. Weil niemand da ist.

~Au revoir~
Marin

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*sigh*
Date: Jul 6th, 2006 2:45:20 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Janus - Die letzte Tür

Seit zwei Stunden das selbe Lied drinnen... und keiner will reden. Irgendwie tut es weh.
Aber hey, ich habe einen neuen Rekord bei Plankton Life 2 aufgestellt... Flashgames lenken zumindest ab.
Ich bin froh, dass Annika on gekommen ist~

~Au revoir~
Marin
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Paranoia
Date: Jul 4th, 2006 3:50:16 pm - Subscribe
Mood: blah.
Musik: Janus - Der Flüsterer im Dunkeln

Paranoia kann schon sehr nervig sein. Besonders stark ist sie derzeit bei Menschen, die ich eigentlich liebe. Dieses widerliche Gefühl, wenn ein Freund ständig über jemand anderen redet, wie toll es mit dem ist und wie gut sie sich verstehen und weiß nicht was. Und dann kommt dieser Gedanke fast wie automatisch "Was suchst du dann noch bei mir, wenn die anderen besser sind?"
Man wurde mit keinem Wort als schlechte Freundin oder nachlässig oder sonstwas bezeichnet, aber man denkt es dann immer von sich. Wie ein krankhafter Reflex. Und dann versucht man sehr lange, das Vertrauen und die Liebe des Anderen wieder für sich zu gewinnen, weil man auch wichtig sein will und trotzdem hat man das Gefühl, dass alles fehlschlägt. Freuden bei anderen werden groß und breit ausgelebt, aber die Freude, die man selbst macht, bleibt mit einem Lächeln oder einem kurzen Moment des Lobens geschätzt. Man versinkt immer mehr, man bemüht sich immer mehr, man hat kaum noch andere Ziele, die derartig hoch stehen. Und man glaubt immer noch, dass es nichts bringt. Und dann gibt man für eine Weile auf. Vielleicht wird man sogar abweisend, das kriegt man nicht richtig mit. Die Gespräche werden weniger, die Stille immer einnehmender und man sitzt da, vom PC kommt kein Ton... usw.
Ich weiß ja, dass sie mich lieb haben, dass ich ihnen was bedeute. Es ist einfach diese innerliche, kranke Eifersucht, die man in solchen Momenten die ganze Zeit versteckt. Man könnte sich selbst dafür verprügeln, überhaupt so negativ zu denken.
Damit verbunden die Angst, dass, wenn irgendein Treffen ansteht, mit wem auch immer, es demjenigen nicht gefällt, weil er beispielsweise lange apathisch dasitzt oder nicht lacht oder auf nichts Lust hat, etc pp~

Ich will es einfach abstellen.

~Au revoir~
Marin
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Priceless~
Date: Jun 28th, 2006 8:48:03 am - Subscribe
Mood: <3
Musik: Janus - Hotel Eden

Sagt es mir direkt.
Was soll dieses ganze Getuschel?
Ich stand doch neben euch, ich habe alles gehört. Ihr wollt mich nicht dabeihaben? Dann sagt es mir. Ich habe nichts dagegen, im Gegenteil. Was heißt bei euch schon Team?
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Whatever. Um kurz nach elf nach Hause gekommen und erstmal vorm PC etwas gegammelt und die Wut hinuntergeschluckt. Und da soll mir noch einer sagen, ich solle mich diesen Menschen doch mal öffnen und auf sie zugehen. Man sieht ja, wohin das führt. Aber als dann meine Mutter ins Zimmer kam (und sich eindeutig über Hotel Eden gewundert hat, psycho genug ist es ja.. bzw, schizo), und mir neben Burgerkingfraß noch einen Umschlag unter die Nase gehalten hat, hat sich bei mir doch tatsächlich das erste ehrliche Lächeln dieses Tages auf mein Gesicht geschlichen.
Ein Päckchen von Fo~ ohne jede Ankündigung, es war einfach da. Ich habe es sofort aufgemacht und das erste, das mir entgegenfiel, war ein kleiner Schlüsselanhänger in Form eines Dings (Insider whut) mit einem Spruch hinten drauf.
"Everytime you hurt yourself, God kills a Ding. Please think of the Dinge"
Wie kann man da noch mit dem Gedanken spielen, sich zu verletzen, wenn man damit eines dieser überniedlichen Tierchen tötet? Ja, Fo, damit hast du wohl das erreicht, was du dir erhofft hast, zu erreichen. Sollte ich wieder Gedanken dieser Art haben, werd ich dem Ding in die großen Augen gucken und an dich denken.
Die Anti-Emo-Pro-Life-CD liegt schon bereit, falls es mir mal wieder schlecht gehen sollte. Ich werde sie hören, das verspreche ich dir. Das Penten/Chaos/Fo Comic hat mir viele herzhafte Lacher abgewonnen, was doch relativ selten ist (Die Blicke...! Omg.. ~) und die sinnfreien Post-Its kleben jetzt alle an meinem Tisch <3

Hach... einfach nur: Danke. Vielen, vielen Dank. <3 Ich hab dich lieb.

~Au revoir~
Marin
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And my eyes are red as if they're bleeding
Date: Jun 25th, 2006 5:11:36 am - Subscribe
Mood: fucked.
Musik: Janus - Scherbengesicht

Seit zwei Stunden sitze ich rum und weiß nicht, was ich tun soll... Wieder diese Albträume, da kann man nunmal nicht wirklich lange schlafen.
Ich muss mir wieder die Tränen aus dem Gesicht wischen, weil mir dieser beschissene Gedanke im Kopf herumschwebt, dass ich meine Freunde nach der Schule für eine längere Zeit nicht sehen werde. Oder dass es ganz auseinandergeht (?)
Ich habe so höllische Angst davor, am Liebsten würde ich mir jetzt das Gesicht mit irgendwas zerkratzen, damit ich die Angst mit Schmerzen aufwiegen und sie vergessen kann. Im Moment hält mich nur der Gedanke davon ab, dass es hinterher jeder sehen könnte, ganz ehrlich. Sonst nichts.
Ich bin noch ein Jahr in der Schule, wenn die anderen schon von zuhause ausziehen und sich ihre eigenen Wohnungen und Arbeitsplätze suchen. Und haben sie dann die Zeit oder das Geld für irgendwelche Treffen? Sicherlich nicht. Vorhin erst habe ich gelesen, dass Fo Paris geradezu liebt und sich das Ziel gesetzt hat die Sprache zu lernen und dorthin zu ziehen. Ich freue mich unglaublich für sie, dass sie ein Lebensziel gefunden hat und einen Platz, an dem sie sich wohlfühlen würde. Aber... Paris? 800km weit weg? Wieder dieses Stechen überall. Es tut so weh. Ich freue mich für alle, die einen Ort finden, an dem sie glücklich leben können, genug Geld verdienen, viele Leute kennenlernen, usw.. Einzig und allein mein egoistisches Denken führt mich wieder zu der Frage "Und was ist mit mir? Sehe ich euch dann gar nicht mehr oder nur alle paar Jahre?" Was ist aus der Idee geworden, zusammen an eine künstlerische Hochschule zu gehen? Was ist aus der Idee geworden, eine Wohngemeinschaft zu bilden? Und was wird aus der Tradition werden, sich jedes Jahr mindestens einmal zu sehen, wenn schon alles andere nicht klappt? Ich habe solche Angst, dass alles in die Brüche geht. Ich lebe jetzt schon gänzlich für meine Freunde, Schule ist nur nebensächlich. Hätte ich keine Freunde, hätte man mich schon vor sehr langer Zeit mit aufgeschnittenen Pulsadern in meinem Zimmer gefunden, soviel ist sicher. Und später wird auch der Beruf nur Nebensache sein... und wer weiß, ob ich es überhaupt zu einer Illustratorin schaffe... und ob ich dann erfolgreich bin oder mir das Geld immer zusammenkratzen muss mit Nebenjobs. Und durch meine Introversion und diese dumme Phobie werde ich keine anderen Menschen so einfach kennenlernen können, wahrscheinlich wieder nur verletzt werden.

Und wenn ich dann nicht einmal euch habe...?

Ich würde es nicht schaffen. Ich würde zugrunde gehen, soweit das überhaupt noch möglich ist, weil ich ja schon sehr weit unten liege und es nicht mehr schaffe, selbstständig nach oben zu kommen. Ohne diese paar Menschen, diese besonderen Menschen, könnte man mein Dasein nicht mehr als Leben bezeichnen. Jetzt, in der Gegenwart, ist es auch nur eines, wenn sie bei mir sind. Und ich will nicht, dass sie gehen. Ich will nicht, dass alles auseinander geht und dass man sich immer seltener sieht. Ich habe solche Angst. Solche Angst, Solche Angst.... Bitte, lasst mich nicht alleine... Ich schaffe das nicht.

Wieso schaffen es alle aus der Scheiße rauszukommen, nur ich nicht? Wieso sind sie alle so stark... ich beneide sie so dafür. Hätte ich diese Stärke, wäre alles besser. Ich habe aber Angst vor allem, ich traue mir nichts zu, ich baue die Mauer immer höher. Jeden verdammten Tag aufstehen, Schule, PC, schlafen. Mehr nicht. Ich will sie hierhaben... hier bei mir. Ich will... Oh Gott, ich will viel zu viel.
Warum bin ich so ein Egoist? Ich denke bei so vielen Dingen immer zuerst an mich. Wieso kann ich mich nicht einfach für andere freuen? Eigentlich tue ich es ja, aber dann kommt wieder dieses "Und ich?"
Ich kann nicht beschreiben, wie es sich anfühlt, auch nur daran zu denken. An diese Einsamkeit, die jetzt schon allgegenwärtig ist und mich innerlich zerreißt, meine ganze Jugend zerstört hat, aber später noch umso schlimmer würde. Ohne diese paar Menschen. Hätte ich das Gefühl als vergleichbares, würde ich es damit vergleichen, sich mit einem langen, rostigen Dolch den Arm längs aufzuschneiden, so tief, dass man auch die Sehnen und Muskeln durchtrennt. Dann funktioniert nichts mehr und man kann sich den Arm gleich amputieren lassen. Funktioniert mein Leben nach diesem Prinzip? Dann schwebt der Dolch schon gefährlich nahe über meinem Arm. Vielleicht kann man es auch damit vergleichen, sich mit einem Hammer so oft mit aller Gewalt und Kraft, die man aufbringen kann, auf die Finger zu schlagen, bis sie nur noch Brei sind. Dann ist die Hand auch nichts mehr wert.
Ich will doch nur die Gewissheit... die Gewissheit, dass ich euch immer wiedersehen werde, egal was kommt, aber diese Angst liegt wie ein dichter Nebel vor meinen Augen und lässt mich nichts mehr klar erkennen. Ich versuche jetzt schon alles, um euch ein paar Freuden zu bereiten und die Zeit, die wir haben, als eine wertvolle anzusehen. Ich versuche alles. Alles, was in meiner Macht steht. Ihr seid das Wichtigste in meinem Leben, der Grund, warum ich überhaupt noch hier bin. Ich will euch niemals verlieren.
Ich weiß nicht, ob ich eine gute Freundin bin. Sicherlich mache ich viele Fehler und es tut mir Leid. Ich hänge viel zu sehr an diesen paar Menschen... Ich könnte Si, Annika oder Fo niemals loslassen. Ich würde es einfach nicht schaffen, ohne danach erst einmal wochenlang zu heulen und mich zu verletzen. Roter Wein, weißer Wein ... Blut und Tränen. Die beiden Mittel, mit denen ich alle Probleme verarbeite, weil ich zu schwach bin, um es richtig zu machen. Ich kann nicht geradeaus sehen, der Kopf ist immer gen Boden gerichtet. Nur, um ihre Blicke nicht ertragen zu müssen. Die Hände sind immer um die Arme oder den Oberkörper geklammert und man kauert sich immer etwas ein, wenn man irgendwo sitzt. Nicht gerade die beste Basis, um Bekanntschaften zu machen oder seine Probleme zu bewältigen.
Ich kenne alle meine Fehler. Ich habe sie schon in genügend Beiträgen aufgezählt und die Liste ginge wahrscheinlich endlos weiter. Und alleine dieser ewige Pessimismus, der über allem steht, blockiert die Besserung. Ich kenne meine Fehler, aber ich bin nicht dazu in der Lage, sie auszuradieren. Oder höchstens in einer derartig langsamen Geschwindigkeit, dass es lohnender wäre, Gras beim Wachsen zuzusehen. Ich meine, in drei Jahren habe ich es gerade einmal geschafft, mich in der Schule wieder an die Tafel zu trauen und das auch nur, weil ich ein Sitzenbleiben riskiert habe. Ich habe meine Phobie etwas besser unter Kontrolle bekommen, aber das wars dann auch schon. Nicht gerade ertragreich.

Ich bin jemand, den man mit den einfachsten Dingen bis auf die Knochen verletzen kann und der das dann nicht einmal zeigt. Was ist mit dieser beschissenen Eifersucht, wenn ein Freund nicht bei mir ist, sondern bei jemand anderem? Egoismus, wo man nur hinsieht. Und wenn ich jemanden umarme und es kommt keine Umarmung zurück? Oder wenn ich mit jemandem über etwas Ernstes rede und der sich dann von allem ablenken lässt? Solche Dinge lassen mein Herz bluten, andererseits aber sind sie doch gar nicht so schlimm, wie ich sie hier auftue. Was muss ich auch so anlehnungsbedürftig sein...
Ich will endlich wieder lachen können. Dieses ganze Gespielte macht mich bald noch wahnsinnig. Fast sieben Jahre spiel ich hier allen Menschen etwas vor und keiner merkt es. Vielleicht ist das mein Talent. Ich kann immer lachen und glücklich sein, obwohl ich mir am liebsten den Arm von oben bis unten aufschneiden würde. Vielleicht sollten die anderen die Narben mal sehen. Vielleicht würden sie dann ihre Augen öffnen. Andererseits käme dann von allen Seiten nur diese widerliche Neugier. Kein Interesse, nur Neugier. Ich muss mir schon immer apathisch über die Schultern streichen, wenn jemand vom Freibad erzählt. Da könnte ich mich ja nie wieder blicken lassen... Beide Schultern, rechter Unter- und rechter Oberschenkel, linke Hüfte... alles voller Schnittnarben. Ich kann nicht sagen wie hässlich ich mich damit fühle, zusätzlich zu meiner sowieso schon nicht vorhandenen äußeren Schönheit. Dabei habe ich sie mir doch selbst zugefügt... weil ich feige bin, weil ich mich nicht traue, andere anzuschreien, wenn mir etwas nicht passt und weil ich zu schüchtern bin, um mal etwas zu wagen. Ich kann nie wieder kürzere Kleidung tragen, keine Tops, nichts mehr, ich könnte die Blicke nicht ertragen. So stark bin ich eben nicht.

Ich hasse dieses Gefühl, wenn man einfach nur am Boden liegen und nicht mehr aufstehen will. Und keiner aus meiner Familie weiß wirklich etwas davon. Mein Vater weiß höchstens, dass ich mich alleine fühle, davon aber auch nicht wirklich viel, weil ich es ihm relativ nüchtern erzähle. Meine Mutter weiß sowieso gar nichts und nach Sätzen wie "Ich kenne dich doch" vergeht mir generell das Lachen. Mein Bruder traut mir nichts zu, hat mich und meine Vergangenheit ausgelacht und mir schon oft genug an den Kopf geworfen, ich würde es nie zu etwas bringen, weil ich den ganzen Tag nur vorm PC sitze und sowieso kein Talent hätte. Soll ich unter diesen Menschen etwa Trost finden? Nicht einmal meinem Vater fühle ich mich wirklich nahe, dabei ist er mir von allen noch der liebste aus der Familie.
Ich brauche nur ein bisschen Liebe, das ist alles. Ab und zu eine ehrliche, lange Umarmung, ein Lächeln, eine Unterhaltung. Aber von wem bekomme ich das? Nur von meinen Freunden... und die sehe ich so selten. Annika meinte einmal "Schrei ihnen doch mal ins Gesicht, dass du dich scheiße fühlst"
Natürlich. Am Liebsten würde ich das tun, aber es geht nicht. Und vor allem würde sich nichts ändern. Ich fühle mich niemandem nahe, nein, nicht dieser Mainstrem-Gesellschaft, in der es nur heißt "Ich mache dies und das, nur weil andere es auch tun, auch wenn es mir gar nicht gefällt.".
Ich lasse ihnen ihr Leben, ihre Einstellung, ihre Meinung. Ich mag sie nicht, aber ich lasse ihnen all das, weil es mich nichts angeht. Sollen sie doch erst einmal gehörig auf die Schnauze fallen, bevor sie merken, was "Leben" bedeutet.
Nur einen Menschen. Ich bräuchte nur einen Menschen hier in der Nähe. Eins ist keine sehr hohe Zahl, oder? In diesem Fall anscheinend doch. Ich habe Eva überwunden, ich habe alles zerstört, was mich an sie erinnert hat und ich lebe immer noch. Wahrscheinlich der größte Anstoß überhaupt, weiterzumachen und nicht aufzugeben. Ich ertrage die Schmerzen weiterhin. All den Hass, die Sehnsucht, die Tränen. Und ich hoffe einfach auf das Beste, auch wenn bisher derartig viel schief gelaufen ist, dass ich mich gar nicht mehr traue, wirklich optimistisch zu denken.

~Au revoir~
Marin
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Save a plant, eat a cow.
Date: Jun 24th, 2006 9:34:28 am - Subscribe
Mood: as always
Musik: Samsas Traum - K.haos-Prinz und Wind-Prinzessin

Meine Mutter hat mir schon wieder den Vorschlag unterbreitet, ich solle doch mit ihr zu meinem Vater für die nächsten drei Jahre nach England ziehen und dort mein Abitur machen, es würde mir ja auf die Art wesentlich mehr bringen.
Es stimmt, ja. Ich hätte viel bessere Chancen einen Beruf zu erlangen, könnte notfalls sogar einem im Ausland nachgehen. Mein Englisch würde sich drastisch verbessern und ich wäre diese ganze Scheiße hier endgültig los. Ich würde nicht zögern und es sofort tun. Ich würde hier alles stehen und liegen lassen und sofort nach England ziehen.
Wenn meine verkorkste Psyche nicht wäre.
Ich weiß, ich würde schon im Flugzeug die Panik bekommen und in England dann ganz alleine vor einer Sprachbarriere stehen. Die Schule wäre dann der absolute Horror. Nicht nur, dass ich schon seit der 5. Klasse ein Außenseiter bin, ich habe mich diesbezüglich zurückentwickelt. Ich bin derartig introvertiert, dass ich keinen Anschluss finden würde. Zudem kommt wieder die Sprache. Und eine einzige zweideutige Geste oder ein falscher Blick eines Mitschülers könnte mir einreden, er würde mich nicht ausstehen können. Jeder peinliche Augenblick bliebe mir für immer im Gedächtnis hängen, ganz zu schweigen von der permanenten Angst, es könnte alles wieder so werden wie in meiner Exklasse. Meine Psyche wäre innerhalb von ein paar Wochen in England wahrscheinlich gänzlich zerstört. Die Mauer könnte niemand mehr einreißen, die Maske würde zu einer zweiten Haut, die sich nicht mehr lösen ließe.
Und da bevorzuge ich dann doch die jetzige Situation, weil sie nicht neu ist und ich sie einfach noch drei Jahre durchstehen muss.

Einer meiner größten Wünsche ist es, einmal die Sommerferien - soweit es die Termine erlauben - zusammen mit ein paar Freunden zu verbringen. Aber mehr als eine Art Urlaub, also vielleicht zwei/drei Wochen gemeinsam irgendwohin fahren, weit weg vom Alltag und von all dem Dreck und die Zeit mit schönen Dingen verbringen.
Annika hat neulich erst etwas unglaublich Liebes zu mir gesagt (sag Bescheid, wenn ichs rausnehmen soll):

"Falls ich mal Geld habe, werde ich zu dir fahren, irgendwie, mitten in der Woche. Werde in den Unterricht platzen und sagen, dass ich dich jetzt entführe. Ich könnte zwischendurch ein Auto klauen, wenn ich bis dahin noch keins hab~ dann fahren wir mit lauter Musik irgendwo aufs Land. Da machen wir dann ein Picknick oder so, an einem See wenn das alles hinkommt, dann gehen wir baden, am Besten sollte noch jemand vorbei kommen. Ich könnte Anja mitbringen und auf dem Weg holen wir Fo und Si ab und dann machen wir bis in die Nacht Musik und bleiben da bis wir zu großen Hunger bekommen.
Ein Versprechen ist eigentlich nichts wert, wenn man weiß, dass es zu 90% nicht wahr wird, aber ich verspreche dir, wenn das irgendwie möglich sein sollte, mach ich das."

Ich war völlig hin und weg. Mir kamen in dem Augenblick die Tränen. An diesem Abend ging es ihr nicht so sonderlich gut und dann schreibt sie so etwas liebes. Und ich weiß, dass es nicht nur dummes "Wir sind Freunde und müssen sowas sagen"-Gelaber ist, sondern dass sie es ernst meint und genau das macht die Freundin in ihr aus. Ich liebe sie dafür. Und ich werde dafür sorgen, dass wir das Sommertreffen diesmal richtig ausnutzen und mal ein ernstes Gespräch führen. Das wurde schon zu oft rausgeschoben, dabei bedeutet mir sowas immer sehr viel.

Naja...

~Au revoir~
Marin
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School = Crappy piece of crappy crap. Let's ride this shit out.
Date: Jun 20th, 2006 11:09:59 am - Subscribe
Mood: Back hurts.
Musik: Prozzak - Sucks to be you

Die ersten zwei Tage der letzten sechs Wochen sind relativ gut überstanden. Eine 2 in Deutsch, eine 1 in Englisch und das alles mit vielleicht einer halben Stunde lernen. Wobei ich mich für die letzten drei Schulaufgaben - Sozi, Mathe und Chemie - besser vorbereiten sollte, auch wenn die Note in Mathe nur noch durch eine 1 oder 2 verändert werden könnte. Und _das_ schaffe ich nun wirklich nicht.
Ansonsten ist es zurzeit eher ruhig. Ich vermisse Fo, die zurzeit in Frankreich ist, aber sie schreibt mir SMS und so kann man das ganz gut überbrücken. Zudem bin ich die wohl Bleicheste aus der ganzen Klasse, was nicht minder daran liegt, dass ich mein Zimmer in der Regel nicht verlasse, außer ich muss zur Schule oder Nachhilfe geben. Heute in der Freistunde saßen noch zwei Mitschülerinnen mit Lisa und mir vor dem Schuleingang herum und irgendwie war es mir nicht wirklich wohl dabei, was man wohl, spätestens als die Pause anfing, gemerkt hat. Ich mag diese ganzen Gespräche ob denn jemand nun "Scheißschuhe" trägt oder nicht nicht besonders. Außerdem war ich irgendwo sauer, dass eine dieser besagten Mitschülerinnen meine Englisch-/Sportlehrerin als "dumm, unfähig und scheiße" beschimpft hat, wo mir das bisschen Lachen, das ich ab und zu auf meine Lippen gefälscht habe, gänzlich vergangen ist. Es ist die Klasse, die den Unterricht kaputt macht, nicht die Lehrerin. Gegen alles, was sie machen will, wird protestiert, also ist sie doch nicht Schuld, wenn der Unterricht langweilig ist. Außerdem zeigt diese Lehrerin mehr Interesse für mich als alle anderen hier zusammen. Heute haben wir wieder gesprochen und sie meinte, es wäre wohl kein Fehler mit der Schulpsychologin zu reden. Ich bin immer noch sehr skeptisch was dies betrifft. Ich kann einer Fremden nicht all das erzählen, was ich einem Freund erzählen kann, von daher könnte sie mich gar nicht wirklich einschätzen. Und es bringt mir persönlich sehr viel mehr Trost und Hilfe, wenn ich mit Freunden spreche. Jeder von ihnen hilft auf eine andere Art und Weise und doch haben sie alle eines gemeinsam: Sie zeigen dir, dass du wertvoll bist - und wenn sie dich virtuell anschreien und ohrfeigen müssen, damit du es verstehst - sie schaffen es immer wieder.
Mag sein, dass eine Psychologin studiert hat, sich auskennt mit der Psyche eines Menschen und bestimmte Dinge von der objektiven Seite her betrachtet, aber dennoch kann sie mir nicht die Nähe bieten, die mir ein Freund bietet, wenn ich über das rede, was mir auf der Seele liegt. Ich brauche den Herzschlag eines vertrauten Menschen an meinem Ohr, seine Schulter an meiner, seine Arme um mich gelegt oder meine um ihn. Wärme, Vertrauen, Geborgenheit. Alles abgelutschte Begriffe, aber ich brauche sie.
Meine Lehrerin hat schließlich vorgeschlagen, dass sie die Psychologin anrufen und mit ihr erstmal grundlegend über die Sache sprechen wird. Ich war einverstanden. Mal sehen, was dabei herauskommt. Und dennoch weiß ich, dass der einzige Weg aus dieser ganzen Sache der ist, dass ich meine Freunde öfter und vor allem regelmäßig sehen kann. Und das wird leider erst möglich sein, wenn ich ausziehe... Drei Jahre noch.... drei Jahre...

~Au revoir~
Marin
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"Please cut here."
Date: Jun 16th, 2006 2:03:42 pm - Subscribe
Mood: lonely again
Musik: Tenacious D - Wonderboy

Es war nur über ICQ, aber ich habe jemanden dazu gebracht, mich als abartig, niederträchtig, lächerlich, dumm und sensibel zu bezeichnen plus den Wunsch zu äußern, ich gehöre in die Anstalt... plus der Satz, ich hätte mein Leben schon verloren und würde nie wieder glücklich. Meine zweite Persönlichkeit hat wirklich ihr Ziel erreicht.
Irgendwie frage ich mich gerade automatisch, ob die Menschen um mich herum das auch im RL von mir denken. Oder andere negative Dinge.
Ich will nicht zurück in die Schule. Ich habe keine Lust auf die letzten sechs Wochen. Meine Güte, es ist langweilig bis zum geht nicht mehr, ich folge dem Unterricht sowieso nicht, mache keine Hausaufgaben, ich sitze einfach nur drinnen, um wieder rauszukommen. Und zwischendrin müssen mir die anderen immer und immer wieder deutlich machen, dass ich ihnen egal bin. Lieber würde ich mir alles Wissen im Internet zusammensuchen, als die letzten Jahre an dieser Schule zu verbringen. Ich mag meine Schule ja sehr, nur nicht die Leute darinnen. Ich hasse es, jeden Tag dort reinzumarschieren und mich auf meinen Platz in der vorderen Ecke des Klassenzimmers zu hocken. An die zwei Einzeltische, an denen ich mit Lisa sitze. Und ich warte jeden Tag verzweifelt darauf, dass jemand zu mir rüberkommt und ganz normal mit mir redet. Aber entweder höre ich gar nichts, ein stumpfes "Hi" oder ein Grinsen von der Seite oder irgendeine bescheuerte Bemerkung über irgendwas. Toll. Dann folgt der Unterricht, in dem ich gelangweilt drinnensitze und manchmal nichtmal zeichnen kann, weil der Lehrer dann sofort meckern würde.
Dann kommt die Pause. Das Schlimmste überhaupt. Diese dumme Clique aus sieben bis acht Leuten und Lisa steht mittendrin und alle lachen und freuen sich und tralala und Gummibärchenland und ich stehe außen, mit meinem vor Wut zerquetschten Kaffeebecher in der Hand, aus dem noch was raustropft, und starre irgendwo in die Leere. Im schlimmsten Fall haue ich einfach ab. So wie ich es mein halbes Leben lang schon tue. Abhauen. Vor allem.
Aber selbst wenn sie mich in ihre Gruppe integrieren wollten, was natürlich nicht so ist... ich bekomme es ja zu spüren, würden keine Gespräche zustande kommen, weil die Interessen und die Art zu denken einfach zu weit auseinander liegen. Hier in der Nähe gibt es niemanden, der so denkt wie ich oder die selben Hobbies hat.
Und wieder diese Stille.
Nur das permanente Computerrauschen, das mich schon seit Jahren begleitet. Und mein knackender Rücken, der vom vielen Herumsitzen schon ganz krumm und kaputt ist. Hab nur keinen Bock auf Krankengymnastik.. war beim letzten Mal schon schlimm genug. Naja.. und so sitze ich hier... Ich freue mich mehr über ein "<3" über ICQ als über ein "Ich hab dich lieb" im RL. Weil es bei Letzterem einfach nur immer dahergesagt wird. Niemand hier könnte mir weiß machen, er hätte mich gern (nicht, dass es jemand schonmal gesagt hätte, ohne, dass die Bekanntschaft zwei Wochen später im Eimer war).
Heute hat mein Vater angerufen und wieder mal musste ich ihm sagen, dass nichts los ist und mir absolut langweilig ist und blargh. Sommerferien, bitte seid doch schneller da...

Obwohl ich ja irgendwie hoffe, dass die Sommerferien insgesamt sehr langsam zuende gehen. Ich will nicht an die elfte Klasse denken... ich will einfach nicht. Wahrscheinlich wird es der pure Horror, weil ich dann gar niemanden mehr habe. Ist doch alles schon schlimm genug. Ich habe schon so viele Messer im Herzen stecken, dass es nach all der Zeit nicht mehr die Kraft findet, um weiterzuschlagen. Es hat nie aufgegeben, aber so langsam frage ich mich, ob es diese drei Jahre noch aushält. Ich weiß ja jetzt schon, dass die Berlinfahrt scheiße wird... ich weiß, dass ich später weder auf den Abiball, noch auf die Abifeier gehen werde. Ich werde meinen Eltern nicht die Freude machen können, im feinen Abendkleid zu tanzen und mein Zeugnis stolz im Scheinwerferlicht entgegenzunehmen.
Ich werde hier sitzen. Ich werde stolz sein, es geschafft zu haben, aber mehr auch nicht. Für den Beruf der Illustratorin bräuchte ich gar kein Abitur, aber naja... Ich weiß doch auch nicht, wie mein Leben verlaufen wird. Vielleicht ende ich in irgendeinem Büro und lasse mich herumkommandieren, so wie damals. Ich meine, hallo, man konnte mir Ohrfeigen verpassen und mich anschreien und ich habe mich nicht gewehrt.

Ich will all die schönen Dinge erleben, die man nur einmal im Leben hat. Ich habe schon so viel meiner Jugend vergeudet und die restlichen Jahre wird es wohl nicht anders sein. Kein toller 18. Geburtstag, keine unvergesslichen Ausflüge mit der Klasse, kein tolles Abitur, keine wirkliche Liebe, kein Abends-weggehen-und-Spaß-mit-Freunden-haben, usw. Nur hier sitzen und heulen. Das ist alles. Solange heulen, bis ich keine Tränen mehr habe... immer wieder unterbrochen durch die wunderschönen Treffen mit meinen Freunden, ein paar Mal im Jahr.

Und jetzt fange ich wieder an. Kann es denn nicht einfach aufhören oder müssen Schmerzen wieder alles ablösen?

~Au revoir~
Marin
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Friendship.
Date: Jun 13th, 2006 1:48:40 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Prozzak - Sucks to be you

Ein Freund ist niemand, mit dem man viel unternimmt.
Ein Freund ist niemand, den man oft sieht.
Ein Freund ist niemand, mit dem man nur viel teilt.
Ein Freund ist niemand, der die gleichen Interessen hat wie du.

Ein Freund ist jemand ...

... der dir in den Stunden der Not beisteht, egal, ob er gerade etwas Wichtiges zu tun hat oder nicht.
... der, wenn es dir schlecht geht, dir ein Gespräch anbietet oder aber still neben dir sitzt und dich einfach im Arm hält.
... der an deinem Gesichtsausdruck, selbst wenn er gefälscht ist, erkennt wie es dir geht.
... der dir in Momenten der Einsamkeit liebevolle SMS schickt.
... der dich jeden Tag daran erinnert, wie lieb er dich hat und wie wertvoll du bist.
... der nachts mit dir im Bett sitzt und über Gott und die Welt philosophiert.
... der die Tränen aus deinen Augen verbannt.
... der dich anlächelt, wenn du es brauchst.
... der dir Nähe schenkt, ohne, dass du darum bitten musst.
... der für dich einspringt.
... der dir Fehler aufzeigt und dich bei der Wahrheit hält.
... der Rücksicht auf dich nimmt.
... der tolerant ist.
... der dir ein Geschenk schickt, einfach, weil er dir etwas Gutes tun will.
... der sich sorgt.
... der sich einfach freut, dass du da bist.
... der ohne Worte sagen kann, wie viel du ihm bedeutest.

Freunde, das seid ihr vier.
Ich liebe euch.

~Au revoir~
Marin
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"Blood on her skin, dripping with sin, do it again, living dead girl..."
Date: Jun 10th, 2006 2:00:50 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Rob Zombie - Living dead girl

Jetzt sitze ich wieder hier und heule. Wegen nichts. Zurzeit kommt das einfach zu oft vor. Mir fehlt die Nähe eines anderen Menschen immer mehr, ich zerbreche langsam daran. Ausnahmslos alle "Freundschaften", die hier in der Nähe durch die Schule oder random irgendwie entstanden sind, sind zerbrochen. Entweder weil der Kontakt auseinander ging und die Interessen irgendwann zu unterschiedlich waren oder weil der sogenannte "Freund" mir ein Messer ins Herz rammen musste. Durch was auch immer. Nicht ein Mensch hier in der Nähe. Verdammt nochmal. Wäre ich nicht so anlehnungsbedürftig würde es mir nichts ausmachen, aber so... ich kann diese Fassade nicht ewig oben halten. Ich will endlich jemanden gleich im RL kennenlernen, der nicht Mainstream ist und einen IQ über Zimmertemperatur hat. Ich weiß, ich lasse andere schwer an mich ran, aber da ist immer ein lockerer Stein in meiner Mauer... Ich kann doch auch nichts dafür. Ich habe verlernt zu reden und verlernt mich so zu geben, wie ich bin. Sogar vor Freunden ist es mittlerweile teilweise so, dass ich etwas sagen will, aber es dann doch wieder hinunterschlucke.
Wäre diese verdammte Phobie nicht, wäre sicher alles einfacher. Angst vor Menschen zu haben ist nicht gerade gut, wenn man sich einsam fühlt. Und wehe, mir erzählt jetzt wieder jemand, ich solle doch einfach mal auf jemanden zugehen. Ich - kann - nicht, okay? Es ist wie bei einem Arachnophobiker, dem du sofort eine Vogelspinne ins Gesicht setztst. So in etwa geht es mir und ich verstecke diese Panik dann auch noch.
Im krassen Gegensatz dazu klammere ich mich sehr stark an die Freunde, die ich habe. Vier an der Zahl, zu zweien fühle ich mich besonders hingezogen. Ich denke nicht, dass es sonderlich normal ist, morgens aufzuwachen oder von der Schule heimzukommen, sich vor den PC zu setzen und die Zeit nur zu verschwenden und sehnsüchtig auf diese paar Menschen zu warten, die einem so schrecklich viel bedeuten. Nur darauf. Argh...

Ich will endlich wieder dieses tolle Gefühl erleben, mit jemandem hier zu sitzen und Cube zu zocken und zu lachen... einfach eine andere Stimme zu hören. Spaß zu haben. Nachts halb aneinandergekuschelt dazusitzen, Süßigkeiten in sich reinzustopfen und über Gott und die Welt zu diskutieren. Nachmittags, wenn einem langweilig ist, einfach mal jemand anderen anrufen zu können, "Hast du Zeit?" zu fragen und auf dessen Ankunft zu warten...
Ich schätze kleine Dinge. Wenn ein Freund mir einen Stein schenkte, würde ich ihn trotzdem in Ehren halten. Ich würde Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke hinschmeißen, wenn ich stattdessen nur eine lange Umarmung haben könnte.
Ich weiß sowieso nicht, wie ich meinen 18. Geburtstag verbringen soll. Mein Bruder hat damals eine große Grillparty geschmissen... ich werde alleine in meinem Zimmer hocken und diesen "besonderen" Tag vorbeiziehen lassen wie alle anderen Tage auch. Mein 16. war schon nichts Besonderes. Im Gegenteil.

Vor kurzem wurde ich wohl etwas schockiert gefragt, wieso ich eigentlich lesbisch geworden bin. Und warum ich mich so "früh" sofort auf die andere Seite begeben habe. Nungut... ich hatte nur zwei feste Freunde, aber beide haben mich behandelt wie Dreck. Ich wurde lange genug wegen meines Äußeren, meiner Stimme, sonstigem.. verarscht und hatte schon genug Risse im Panzer. Ich war so naiv wie wahrscheinlich Millionen andere Mädchen auch. Ich dachte, ich sei verliebt, nur weil sich endlich mal ein männliches Wesen für mich zu interessieren schien. Sehr sehr blauäugig eben. Ich werde nicht großartig ins Detail gehen, nur soviel sagen, dass ich bereits am Anfang der Beziehungen wie ein Spielzeug benutzt wurde, das man in den Dreck werfen konnte, wenn es einem gerade Spaß gemacht hat. Anfangs dachte ich auch nicht großartig daran, dass das schlimm wäre. Aber wenn jemand mit dir schläft, obwohl er in eine andere verliebt ist und das nichtmal zugibt ist irgendwo der Faden gerissen, der mich noch an dieser sinnlosen Beziehung gehalten hat. Beim zweiten Mal wurde ich an den öffentlichsten Plätzen angetatscht, mir wurde sofort zwischen die Beine gegriffen und sonstwas. Und ich weiß nicht... seit ich so behandelt wurde, empfinde ich männliche Körper sexuell nicht mehr anregend. Im Gegenteil. Wenn ich daran denke, mit einem Mann intimer zu werden, wird mir schon irgendwo schlecht.
Eva war diejenige, die mich ganz ans andere Ufer geholt hat. Ich erzähle nicht wodurch. Es reißt zu viele Wunden auf. Denkt euch euren Teil. Allgemein empfinde ich Frauenkörper als ästethischer und sie fühlen sich einfach auch schöner an. Naja...~ Ich werde noch lange warten dürfen.

Ich weiß nicht worüber ich noch schreiben soll, aber irgendwie muss ich was tun. Ich gehe noch ein inmitten dieser schmerzhaften Stille und zumindest das Gehämmer auf die Tastatur reißt diese ein bisschen ein.
Meine neuen Skizzenbücher sind immer noch nicht angekommen, dabei habe ich solche Lust, endlich wieder ein paar vollzuzeichnen, während ich in Ruhe Musik höre. Das lenkt immer so herrlich ab. Wenn du dich auf ein Bild konzentrierst, achtest du nicht auf all die schlechten Dinge. Außerdem mache ich anderen mit den Zeichnungen eine Freude. Insbesondere Fo freut sich immer sehr darüber und das motiviert dann doch irgendwo.
Mh...
Kristina, diese verlogene Bitch, ist seit den Osterferien auch nicht mehr aufgetaucht, um ihr tolles Gespräch abzuhalten, das ja angeblich so viele Missverständnisse aufklären sollte. Und dann noch behaupten, ich bedeute ihr was - aaalles klar. Ja. Steht in der Pause zwei Meter neben mir und kriegt es nicht gebacken mich anzusprechen. Tja. Mit ihr im November wieder Kontakt aufzunehmen war ein großer Fehler... Im Endeffekt nur wieder ein Beweis dafür, dass ihr "Freundschaft" nichts bedeutet und Versprechen gleich zweimal nicht. Brrr.

Ich sage es ganz ehrlich. Ich habe das große Bedürfnis mich wieder zu verletzen. Ich weiß nicht, wie lange ich es noch zurückhalten kann und ich weiß auch nicht, ob ich es zugeben würde, wenn mich dann jemand fragen würde "Hast du dich verletzt?". Bis jetzt hält mich der Gedanke, dass ich anderen dadurch unnötig viele Sorgen bereite, noch ganz gut davon ab. Und wenn ich die zwei tiefen Narben ansehe inmitten all der oberflächlicheren...

Ich brauche doch nur jemanden bei mir... hier im Zimmer...

Kleiner Nachtrag~
Ich wurde gefragt, ob ich mich für einen guten Menschen halte und als ich diese Frage gelesen habe, musste ich erstmal leise lachen. Ich habe zwei Persönlichkeiten und eine davon ist sicher _nicht_ gut. Ich hatte jahrelang das starke Bedürfnis bestimmte verhasste Leute umzubringen und mich zu rächen, ich habe geklaut, einige wichtige CDs meines Bruder zerbrochen und seine Wut darüber, dass er sie angeblich verloren hatte, genossen... ich spiele gerne mit Menschen, die mir egal sind und glauben, hinter meine Fassade blicken und mich einschätzen zu können. Ich verfluche auch gerne mal Familienmitglieder, wenn die sich wieder dreist in mein Leben einmischen. Menschen, die man ja eigentlich lieben sollte. Ich empfinde nichts dergleichen. Höchstens meinen Vater "habe ich gerne". Ich habe noch nie auf einer Beerdigung geweint. Im Gegenteil, oft genug war mir langweilig. Usw.
Ich bin wirklich kein guter Mensch.

~Au revoir~
Marin
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Silence.... again.
Date: Jun 9th, 2006 3:39:49 pm - Subscribe
Mood: bored
Musik: Fo in Skype

Diese Stille in meinem Zimmer wird mich noch irgendwann umbringen. Es ist fast wie in einem dieser Horrorfilme, in denen der Protagonist in der Mitte/Ecke eines Raumes sitzt und ängstlich auf die Stille hört. Nur, dass in meinem Leben niemand plötzlich aus der Ecke geschossen kommt und mich ermorden will.
Heute war es wieder so. Ich hatte meinem Vater wiedermal eine Mail geschrieben, in der ich ihm einige meiner Gefühle soweit dargelegt hatte, wie es meine Psyche bei meinen Eltern an sich zulässt. Also nicht wirklich viel. Aber trotzdem. Jedesmal, wenn man davon schreiben muss, sticht es wieder im Herzen und man erinnert sich an all die Dinge, die man vorher verdrängt hatte.
Und dann sitzt man dort und macht auch noch den Fehler in sein altes Tagebuch zu gucken und es durchzublättern. All die Seiten voller krakeliger Schrift, irgendwelchen blutrünstigen Bildern und billigen Bildern, die mit Blut hingemalt sind. Ich habe mit Blut gemalt.. omg.. das´muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Wie krank muss man denn sein? Irgendwo beruhigt es einen da doch, dass man das jetzt nicht mehr macht.
Nungut.
Zumindest war Fo so lieb und hat mir angeboten, dass wir telefonieren könnten. Und jetzt skype ich immer noch mit ihr und es tut so verdammt gut ihre Stimme zu hören. Es ist so schrecklich in dieser Stille dahinzuvegetieren. Ich hoffe, morgen schlafe ich länger als bis um halb elf... Am liebsten würde ich den halben Tag einfach verpennen, so kriegt man die Zeit am Schnellsten rum. Nur noch sieben Wochen...
Und Spielefest in der Schule steht auch noch an... mit Volleyball. Igitt. Erstens kann ich es verdammt nochmal nich, zweitens macht es mir überhaupt keinen Spaß und drittens ist es einfach nur lahm, weil man nicht wild umherrennen und andere umrempeln kann. Was bei Basketball z.B. möglich ist.

Gss.. in den Ferien gibt es gleich zweimal nichts zu erzählen. Verdammt. Aber ich habe einen neuen Ohrwurm. Janus - Überleben. Mag man sehr, vor allem die Melodie.
Whatever.

~Au revoir~
Marin
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Hatred.
Date: Jun 6th, 2006 5:36:29 pm - Subscribe
Mood: forlorn
Musik: ---

Neun verdammte Stunden. Ich kann grade nicht sagen, wie sehr ich die Bahn verabscheue und wie sehr ich es hasse, von ihr dermaßen abhängig zu sein. Ich bin um 15:16 Uhr von Si zurückgefahren. Im ersten Zug hat die Anzeigetafel den Namen der nächsten Haltestation falsch angezeigt, also stand dort nicht "Osnabrück Hbf", sondern "Bramsche". Ich habe Musik gehört, gut, mein Fehler, sonst hätte ich vielleicht die Durchsage gehört, aber wofür sind diese Anzeigetafeln denn bitte da?!
Brrr.. gut, dann in Osnabrück Hase..tor.. oder wie das hieß.. gewartet, zur Not doch nochmal den Bahnhof gesucht, nicht gefunden und aus Angst, sich verlaufen zu können wieder zurück. Gewartet. 16:26 Uhr den Zug nach Osnabrück Hbf erwischt.
In Osnabrück neue Verbindungen rausgesucht, weil ich die alten vergessen konnte. Wieder warten. Um 17:16 Uhr mit dem nächsten Zug nach Hannover. Dort ne halbe Stunden Aufenthalt gehabt. Ich wollte die Situation nutzen und mir endlich ein neues Skizzenbuch kaufen, aber was ist? NIRGENDSWO in dieser GOTTVERDAMMTEN Stadt gab es ein Geschäft, das Skizzenbücher verkauft hat! Nichtmal Karstadt oder Galeria Kaufhof oder Müller, nirgends. Trotte genervt zum Hauptbahnhof zurück, aber wie es mein Glück so will, fängt es erst an zu regnen, dann zu gießen.
Dazu muss ich sagen, dass es doch einen traumatischen Hintergrund für mich hat, alleine und frierend in einer Großstadt unter derart vielen Menschen zu sein. Alleine. Schutzlos. Ich musste wirklich mit den Tränen kämpfen und habe gezittert wie Espenlaub. Durchgefroren und nass zum Bahnhof gerannt, um den Zug um 19:26 Uhr nach Nürnberg noch zu erwischen, knapp geschafft. DREI verdammte Stunden in diesem Zug verbracht mit nervigen Kindern und irgendwelchen Hooligans. Und alles was ich tun konnte, war Musik hören, weil ich ja kein Skizzenbuch bekommen hatte und mein A4 Monstrum nich benutzen wollte. Zum Lesen waren meine Augen viel zu müde. Nun gut. Drei Stunden mit Musik. Sehr sehr oft nahe am Heulen gewesen und einmal sogar ein paar Tränen vergossen, die ich dann doch nicht zurückhalten konnte.
Um 22:25 Uhr komm ich in Nürnberg an, die Geschäfte haben ausnahmslos alle zu, kann mir also nich mal nen Kaffee oder irgendwas Kleines zu essen gönnen. So gehe ich also in die nächste Regionalbahn, die um 22:45 Uhr nach Forchheim fahren sollte, es aber freundlicherweise erst um 23:00 Uhr getan hat. HIMMEL HERRGOTT ICH WOLLTE NUR NACH HAUSE!
Um 23:35 Uhr in Forchheim angekommen und mit den nervigen Fragen meiner Mutter im Hintergrund nach Hause gefahren.
Und hier sitze ich. Meine Augen sehen aus, als hätte man Zitronensäure reingeträufelt und ich kann kaum geradeaus gehen, so erschöpft bin ich, aber zumindest bin ich wieder hier.
Brrr. Bahn = Hass Hass Hass.
Bequem reisen? Ja _klar_!

Man. Naja, zumindest war die Zeit mit Si eine schöne, obwohl ich sagen muss, dass ich etwas doch bereue. Nach den Ereignissen in letzter Zeit, die mich doch alle sehr runtergezogen haben, habe ich es nicht geschafft, diesen Panzer abzulegen, den ich mir angelegt hatte. Ich habe es versucht, aber Si hat wahrscheinlich gemerkt, dass ich oft ungewollt abweisend war, was mir doch sehr Leid tut. Ich konnte ihm nichtmal passende tröstende Worte sagen, als es ihm schlecht ging. Im Gegenteil. Wahrscheinlich war ich da wieder diese kleine Bitch, die irgendwo in mir drinsteckt und nichts von dem verstehen kann, was andere tun. Vor allem, als er wegen einem Spiel emo war und ich einfach genervt schlafen gegangen bin. So verhalten sich Freunde nicht. Es tut mir Leid. Ich werde es wieder gut machen, Si. Irgendwie.

Nachhilfe für morgen sage ich ab. Nach all dem Stress halte ich dieses dumme Kind gleich zweimal nicht aus.

~Au revoir~
Marin
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Can someone just shoot me?
Date: Jun 1st, 2006 3:04:02 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Janus - Scherbengesicht

Gah.. verdammtes Lied! Jede verdammte Zeile passt auf mich, beschreibt meine Situation, mein derzeitiges Leben, alles. Jedes gottverdammte Wort. Ich finde es gut, durchaus, aber es ist nicht gut solche Lieder mehrere Stunden oder Tage am Stück zu hören, vor allem, wenn man mal wieder zu viel Zeit für sich hat.
In der Schule die Pausen alleine verbracht plus die Freistunde. An einem Tisch irgendwo in der Schule gesessen und dieses Lied gehört.. immer wieder. Und nichts dabei getan, einfach nur gesessen. Schreckliches Kopfkino dabei gehabt. Die Tränen zurückgehalten.
Nach der Freistunde Französisch durchgehalten und dann zu Kunst. Habe mir von meinem Lehrer lautstark anhören dürfen, dass ich meine Bilder nicht selbst zeichne (!) und stand wirklich _so_ kurz davor ihn anzubrüllen und zu würgen oder sonstwas. Mein einziges Talent und er wirft mir quasi vor, dass ich gar keins besitze.
Nun gut~

Nach Hause gekommen, erstmal Gemecker von meiner Mutter angehört, nicht drauf geachtet, ins Zimmer, PC. Keiner online, herumgesessen, wieder Scherbengesicht gehört (Ich muss damit aufhören). Dann erstmal für ne Weile hingelegt, ich glaube ich hab sogar ein bisschen geschlafen, aufgewacht, Kopfschmerzen gehabt, nachgedacht, angefangen zu heulen. Dann kam das Blöde. Ich wollte mir nur Taschentücher holen und dann ist mir ... nicht direkt schwarz vor Augen geworden, aber schwindlig genug, um einfach umzukippen und am Boden liegenzubleiben. Ich weiß nicht, wie lange ich da lag. Ich habe auch nicht wirklich was getan, lag einfach nur rum.

Ich habe das eigentlich so gut wie jede Woche mal, solche Zusammenbrüche ohne wirklichen Sinn dahinter. Wahrscheinlich frisst es mich körperlich auch langsam auf. Morgen fahre ich zu Si und irgendwo verstehe ich nicht, warum das alles gerade jetzt passiert. Whatever. Morgen wird alles besser sein.. nach gut sechs Stunden Zugfahrt... meh.

~Au revoir~
Marin
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Fear me! I'm creepy! Boo!
Date: May 30th, 2006 5:22:31 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Janus - Scherbengesicht


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Culletface ~ Broken Mask?
Date: May 30th, 2006 3:09:57 pm - Subscribe
Mood: kreativ
Musik: Janus - Scherbengesicht

Falls jemand wissen will, wie es sich anfühlt mit einer Maske herumzulaufen, bitte sehr:
~~~~~~~~
Dein Lachen klingt, als käm’s von Band.
Du hältst dein Glas wie einen Schild in deiner Hand.
Dein Stolz umrahmt von schwarzem Haar.
Das war
alles, was ich übrig fand.

Der Tag ist lang, der Tag ist leer
er nimmt kein Ende.
Der Schmerz ist dumpf, der Schmerz ist schwer
kriecht in deine Hände.
Die Stadt ist grell, die Stadt, sie spricht
mit tausend Zungen.
Der Atem beißt, der Atem sticht
Schmerz in deine Lungen.
Du drehst dich weg, als es zerbricht
dein Scherbengesicht.

Du bist wie immer auf der Hut.
Wenn man dich fragt, geht es dir selbstverständlich gut.
Mit aufgepflanztem Bajonett
ins nächste Bett.
Du sammelst neue Wut.

Der Schweiß ist feucht, der Schweiß ist kalt
schafft keine Nähe.
Der Sturm lenkt ab, der Sturm gibt Halt
solang, bis ich gehe.
Der Wein ist rot, der Wein ist weiß
macht dich betrunken.
Dein Stern scheint hell und kalt wie Eis
bald ist er gesunken.
Ein dumpfer Schlag, als es zerbricht
dein Scherbengesicht.

~~~~~~~~
Wer es laden will:
http://rapidshare.de/files/21800098/04_Scherbengesicht.mp3.html

Hineininterpretieren kann jeder was er will. Ich denke, dafür gibt es keine eindeutige Erläuterung.
----
Ansonsten gibt es durchaus positive Nachrichten. Am Freitag fahre ich über das verlängerte Wochenende zu Si und omg, ich kann nicht sagen, wie sehr ich mich freue. Vor allem weil es ihm gerade nicht soo rosig geht und ich ihm was Gutes tun will. Auch wenn es nur daraus besteht, für ihn da zu sein. Das kann ich ja gerade noch. Mehr kann ich hier nicht schreiben, weil ich zurzeit nicht so wirklich gut darin bin, Gefühle niederzuschreiben.
Irgendwie wäre es schön, wenn Fo jetzt online wäre...

~Au revoir~
Marin
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And I walk alone~
Date: May 27th, 2006 2:16:26 pm - Subscribe
Mood: annoyed
Musik: Oleander - I walk alone

Meine Mutter ist einfach ein Thema für sich.
Heute hat sie mich schon wieder den ganzen Tag lang nur genervt. Es ist wirklich so, dass sie entweder:
-mich anmotzt
-herummeckert wegen allen möglichen Kleinigkeiten
- auf naivste Art und Weise versucht, Kontakt zu mir aufzubauen.

Und ich _hasse_ es. Heute bin ich um halb Eins aufgestanden, hab die Kontaktlinsen reingemacht und habe mich vor den PC gesetzt. Hab mich ca. ne halbe Stunde hin und her gelangweilt, bis meine Mutter reinkam. Und das Gespräch dann lief etwa so ab:
"Oh du bist ja schon wach"
"Ja.."
"Hast du dich schon gewaschen?"
"Nein."
"Machst du das bitte noch?"
"Ja..."
"*zum schreibtisch lauf* Oh, die Muschel ist ja schön.. wo hast du die gekauft?"
"In Nürnberg irgendwo.."
"Stell die doch ins Bad, hier sieht man die doch gar nicht"
"Ich will sie aber hier haben"
"Man.. die sind ganz verstaubt, wann willst du hier mal aufräumen?"
"Irgendwann.."
"Und such bitte den Deckel von der Flasche, damit ich Getränke kaufen kann"
"Mh."
"Und zieh dich doch mal um, is doch ungemütlich in Schlafsachen hier zu sitzen"
"Für mich nich"
"Wie lange liegen denn die Sachen da schon rum?"
"Weiß nicht."
"Räum die dann mal weg."
"Jaja.. "
"Sag nicht immer nur 'Ja.', sondern mach es auch."
"..."
usw.
usw.

Später beim Essen wurde es sogar noch schlimmer.
"Hast du eigentlich hier gar keine Freundinnen mit denen du was unternimmst?"
"Nein."
"Gar keine?"
"... Nein."
"Wollen wir mal was unternehmen?"
"Keine Lust."
"Nicht, dass du mir wieder depressiv wirst"
"Bitte?"
"Du warst doch mal so depressiv wegen irgendwas"
"..."

Wegen IRGENDWAS. Mir ist innerlich echt fast ne Sicherung durchgebrannt in dem Moment. Ich war depressiv wegen Einsamkeit, wegen SVV, wegen Selbstmordgedanken, wegen der Ignoranz anderer, wegen allen möglichen kleineren Sachen, die noch dazukamen. Aber nicht wegen IRGENDWAS! Irgendwann reichts auch mal wieder. Sie kennt sich ja richtig gut aus mit meinem Leben. Wenn ich sie brauche, nie da sein und erst Jahre später kümmerliche Kontaktversuche starten. Ich habe ihr gegenüber eine Mauer aufgestellt und die wird nichts einreißen können.
Gib es auf.
Nach diesem "Gespräch", wenn man es denn so nennen will, bin ich in mein Zimmer gegangen, wieder vor den PC, habe etwa fünf Minuten durchgehalten, bis wieder die Tränen kamen... und nicht zu knapp. Ich habe, glaube ich, meinen halben Tisch vollgeheult. Dass meine eigene Mutter mir einen derartig langen Nagel ins Herz rammen muss ist mir einfach nicht klar geworden.
Ich weiß, dass ich alleine bin.
Ich weiß, dass ich den ganzen Tag nichts tue.
Ich weiß, dass ich verkümmere.
Und ich weiß, dass ich auf diese Art und Weise wahrscheinlich wieder zu den Depressionen zurückfinden werde.
Was scheiße wäre.

Ich stehe so kurz davor, verdammt nochmal ...

~Au revoir~
Marin
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Random photograph.
Date: May 26th, 2006 5:31:01 pm - Subscribe
Mood: ~
Musik: Gorillaz - All alone


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And everything around me was silent ...
Date: May 25th, 2006 7:49:12 am - Subscribe
Mood: lonely
Musik: ---

Als wäre es was Neues.
Dieser Schmerz, wenn man im Zimmer sitzt und alles ist still und man nicht mal Musik hören will. Ich will keine Musik, ich will Stimmen... und zwar die meiner Freunde. Ich könnte anrufen, ja, dann würde ich ihre Stimmen hören, aber das wäre nur noch schmerzhafter, weil sie ja nicht bei mir wären. Und jeder, der mich näher kennt, weiß, dass ich unglaublich anlehnungsbedürftig bin. Gestern habe ich das Abendbrot vorbereitet für meine Mutter und mich. Als ich sie gerufen habe, hat sie "Ich komme gleich!" zurückgerufen. Aus diesem wurden für mich dann erstmal 15 Minuten rumsitzen und warten. Dann wurde es mir zu bunt und ich habe alleine gegessen. Ich sitze also an diesem viel zu großen Tisch, alleine, und esse mein Brot. Ich höre meine Mutter bis runter telefonieren, verstehe genau, was sie sagt.
"Ach unsere Garage ist ja so toll.. blahblahblah.. jaja, das mit der Farbe, mh, ja... blaah.. im Sommer fliegen mein Mann und ich vielleicht nach Moskau"
Wäre es was Geschäftliches gewesen, ok, aber sie tratscht lieber über irgendwelche unwichtigen Dinge, anstatt mit ihrer Tochter zu essen. Und dann wundert sie sich, warum ich ihr gegenüber so distanziert bin und besser mit meinem Vater klarkomme.
Bin dann also (30 Minuten nach ihrem "Ich komme gleich!") runter in mein Zimmer und habe mich vor den PC gesetzt, die Beine an den Oberkörper gezogen und die Arme drum gelegt. Eine meiner typischen Haltungen, wenn ich mich einsam fühle. Ich habe gefroren, aber nicht, weil es kalt war, sondern weil mir einfach die Wärme eines anderen Menschen gefehlt hat. Fo konnte mich wieder etwas hochholen, auch wenn das bei mir mittlerweile über ICQ kaum mehr wirklich möglich ist. Ich freue mich zwar, dass jemand es versucht, und bin auch dankbar, aber im Endeffekt ändert es nunmal nichts. Ich habe wieder mal angefangen zu heulen. Wegen allem. Wegen diesem beschissenen Leben. Es kann doch wirklich nicht das Wahre sein, seine Freunde nur ein paar Mal im Jahr zu sehen. Aber gut, das ist nunmal Schicksal, was solls. Ich habe mich damit abgefunden.
Meine einzige Beschäftigung den ganzen Tag über liegt darin, für meine Freunde da zu sein, ihnen kleine Freuden zu bereiten, irgendwas. Ich war ja schon so unglaublich glücklich, als Fo sich eine Stunde lang darüber ausgelassen hat, wie toll sie mein Geschenk findet. Es hat sich also gelohnt und ich weiß automatisch, dass ich ihr irgendwann wieder eines in der Richtung machen werde, nur besser. Bis dahin eben immer wieder kleinere Zeichnungen oder sonstwas.

Wieder mal ausgerechnet, wie viel Geld ich bis zum Sommertreffen angespart haben werde (davon ausgehend, dass ich meinen Nachhilfeschüler bis zum Ende des Jahres haben werde).
Kontostand: ca. 80€
Taschengeld für Juni, Juli und August: 150€
Nachhilfegeld für Mai: 64€
Für Juni: 32€
Für Juli: 64€

Macht: 390€
Fos Fahrt hierher: -70€
Meine Fahrt zu Si: -70€
Allgemeine Versorgung: eingeplant -50€

Bleiben noch: 200€
Klingt wirklich gut. Hätte nicht gedacht, dass ich derartig viel Geld verdiene mit Nachhilfe. Ohne sie würde mir diese ganze Abzockerei der Bahn wirklich wehtun, aber so ist es verkraftbar. Wenn ich Glück habe, kann ich mir so auch meinen Führerschein zusammensparen, ohne mehrere Male vier Wochen in einer Firma trockene Büroarbeit verrichten zu müssen und meine Sommerferien damit zu zerstören.

Mh.. Ich hasse diese ganze Gefühllosigkeit in mir. Die ganze Fassade. Ich könnte mich jeden Tag dafür ohrfeigen, immer über dasselbe zu jammern. Aber ich will wieder etwas fühlen. Ehrliche Gefühle haben. Und das nicht nur ein paar Mal im Jahr.
Aber damit würde ich anderen nur Sorgen bereiten, weil Schmerz das einzige Gefühl ist, was ich nicht sofort wieder abstellen kann (was für mich positiv ist). Es ist nur so schwer zu widerstehen... aber ich will nicht, dass andere sich sorgen. Gaaargh...

Warum kann es nicht schon Sommer sein?

~Au revoir~
Marin
Comments: (1)


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