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Scars and strikes
Date: Oct 15th, 2006 4:37:35 am - Subscribe
Mood: lonely
Musik: ---

Ich hasse diese Hölle.
Jetzt habe ich sturmfrei für die nächste Woche und fühle mich jetzt schon so verdammt einsam und allein gelassen. Drei Freunde habe ich, ja, aber wie weit wohnen die weg? 400, 500km? Ich sehe sie gerade einmal zwei oder dreimal im ganzen verdammten Jahr.
Ich gehe daran noch kaputt. Jeder hat jemanden, wenn es auch nur eine Person ist, mit dem sie etwas unternehmen können. Sie werden eingeladen oder fahren zusammen irgendwo hin oder was auch immer. Sie verbringen Zeit zusammen.
Und ich sitze hier und krümme mich, weil die Tränen schon wieder in Sturzbächen fließen und mein Husten und das Kopfweh mich fertig macht.
Ich habs versucht. Ich habe tausende Male versucht, verdammt nochmal, aus dieser Hölle zu entkommen.
Ich habe versucht mich zu integrieren.
Ich habe versucht mit anderen längere Gespräche zu führen.
Ich habe versucht, sie für mich zu interessieren oder habe mich für sie interessiert.
Nein. Nichts.
Ich bin nach wie vor alleine. Und es tut so weh. Hackt mir beide Arme ab, es würde vermutlich weniger schmerzen als diese Einsamkeit. Ich bin immer wieder hinter meiner Maske hervorgekommen, ich habe immer wieder meinen Panzer beiseite gelegt, aber niemanden hat es interessiert. Sie haben nur ihre Welt und ich kann auf ihr nicht überleben.
Es gibt Menschen, die mich mögen und die ich geradezu liebe. Ich bemühe mich um die Freundschaft mit ihnen, ich übertreibe es oft vielleicht auch und es endet im Gegenteil, nämlich dass man mich schief anguckt. Ich versuche alles, nur, damit die Freundschaft abgesichert ist. Einen dieser drei Menschen zu verlieren würde mich noch tiefer in die Hölle sinken lassen. Deswegen hänge ich so dran, hänge so an ihnen.
Aber hier ist niemand. Hier sitze ich in meinem Zimmer und erinnere mich an die Zeit als Kindergarten- und Grundschulkind und wünsche mir, wieder die Möglichkeit zu haben, jemanden anzurufen und etwas auszumachen und sei es nur ein Spaziergang am Nachmittag.
Aber ich scheine so fremd für andere zu sein, dass sie mich einfach vergessen wollen. Doch ich kann mich auch nicht ändern. Ich passe mich nicht an und verändere mich, nur, damit man sich für mich interessiert. Ein bisschen Stolz ist dann doch irgendwo übriggeblieben.
In diesem Moment wünsche ich mir nur Gesellschaft. Jemanden neben mir, der mich mag und den ich immer wieder zu mir holen könnte oder zu dem ich immer wieder gehen könnte ohne eine große Distanz dazwischen.
Die Schmerzen werden immer größer... irgendwann halte ich sie nicht mehr aus. Ich bin nicht so stark, wie ich es vorspiele. Und dann werden sie mir wieder Vorwürfe machen oder sich nur unnötig sorgen. Aber wenn ich die Narben ansehe, die eigentlich eine ewige Warnung bleiben sollten, dann kommt in mir wieder das Verlangen auf, weitere drunter zu setzen, als Zeichen, dass hinter den Warnungen oft etwas zu Verlockendes liegt, als dass man auf sie hören würde.

~Au revoir~
Marin
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